Biografie Das bin ich
Hallo, ich bin Sarah
1987 in Norddeutschland geboren und dort aufgewachsen – vielleicht liebe ich deshalb so sehr das Meer, den Sand und barfuß laufen. Als älteste von sechs Geschwistern habe ich Familienleben in vielen Facetten kennengelernt. Seit 2008 bin ich verheiratet und wir haben gemeinsam drei großartige Kinder (*2013, *2015, *2023) und eine treue Fellnase.
Nach der Schule war ich ein Jahr im Ausland (Ostküste USA), habe eine spannende Ausbildung als Logopädin gemacht und in diesem Beruf gearbeitet. Während meines Gesundheitsmanagement-Studiums in Mainz habe ich beeindruckende Menschen und eine wunderbare Stadt lieben gelernt – rückblickend hat mich jedoch nichts vergleichbar geprägt und wachsen lassen wie Mama zu werden.
Meine erste Stillerfahrung – Sturm und Sonnenschein
Nach einer unkomplizierten ersten Schwangerschaft habe ich erfahren, was ein ungewollter Kaiserschnitt mit mir als Frau und Mutter „gemacht hat". Meine erste Stillerfahrung hatte alle denkbaren Aspekte eines ganzjährigen Strandspaziergangs – Sturm, Wind, Wellen, aber auch Sonnenaufgänge, Wärme und Momente der Ruhe. Ich bin dankbar, dass wir mit der Zeit schmerzfrei und zufrieden stillen konnten, solange es für uns beide gepasst hat – auch wenn mir damals kompetente Begleitung gefehlt hat.
Meine Tochter hat mir mit ihrer Art von Anfang an geholfen, mehr im Hier und Jetzt zu sein, Freude an kleinen Dingen zu finden und weiterhin auf mich selbst als Frau zu achten.
Meine zweite Stillerfahrung – der Wendepunkt
Nach einer wunderbaren, heilsamen Geburt mit unserer Beleghebamme war die Stillerfahrung leider stürmischer als die erste. Die daraus resultierenden Klinikaufenthalte haben mich mit wunderbaren Stillberaterinnen IBCLC zusammengebracht, die mir die dringend benötigte Hilfe empathisch und fachlich fundiert haben zukommen lassen.
Meinen Sohn zeitweise mit der Flasche zu füttern war für mich zu diesem Zeitpunkt belastend – nicht wegen der Flasche und nicht wegen der Formula – sondern weil es nicht das war, was ich für uns wollte, und ich mich weder entscheiden konnte noch den vielen gutgemeinten Ratschlägen entziehen konnte. Schritt für Schritt haben wir beide das Stillen gemeinsam neu gelernt und schneller als erhofft endlich schmerzfrei erleben können.
Dass ich in meinen Wünschen als Mutter ernst genommen wurde, hat mir dabei mehr bedeutet als jede konkrete Stillhilfe.
Wir konnten unsere anfänglich schwierige Stillzeit mit einer anschließend umso schöneren Stillbeziehung wettmachen – und ich durfte selbst den Zeitpunkt für deren Ende bestimmen.
Mein Sohn hat mich in seiner Begeisterung für „alles" von Anfang an Gefühle fühlen lassen, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass ich sie haben könnte. Die Vielfalt der Emotionen als Teil von mir und anderen anzuerkennen, sind Geschenke, die ich dank ihm auspacken durfte und weiterhin darf.
Unser drittes Wunder – und was ich daraus gelernt habe
Der Wunsch nach einem dritten Kind hat uns lange begleitet und mich sehr geprägt – umso größer war die Freude, als es endlich so weit war und sie zu uns kommen durfte.
Eine schöne Schwangerschaft – und gleichzeitig neue Ängste, die ich so vorher nicht kannte. Ein Neu-Erleben meiner selbst und schließlich eine wunderschöne Geburt im Geburtshaus. Natürlich waren meine Herzenswünsche an dieses Wochenbett mit all meinen inzwischen gewachsenen fachlichen Erfahrungen und Wissensschätzen besonders groß. Doch ich wurde daran erinnert, dass Wissen und Erfahrung nicht immer ausreichen …
Nach einer ersten Zungenbandtrennung anterior mit Schnitt in den ersten Lebenstagen – ohne Wundmanagement und Nachbegleitung – war nach einigen Wochen ein weiterer Eingriff nötig: diesmal mit Laser und aktivem Wundmanagement, leider jedoch mit weniger Begleitung, als für uns gut gewesen wäre. Als Mama und als Familie „die andere Seite" zu erleben war intensiv – und doch sind diese Erfahrungen im Nachhinein unglaublich wertvoll für meine tägliche Arbeit und die Begleitung von Familien rund um Frenotomien.
Muttermilchspenden, PRE zum Zufüttern, Sonde an der Brust, Stillhütchen, Schmerzmanagement, viel Bonden und Hautkontakt, Tränen und Hoffnung: Mit viel Geduld und Zeit haben wir unseren Weg Schritt für Schritt gefunden. Dafür bin ich bis heute sehr dankbar – und genieße unsere bestehende Stillbeziehung von Herzen!
Meine Tochter erinnert mich durch ihre starke Persönlichkeit und ihre Entwicklung immer wieder an das, was ich bereits in so vielen Beratungen erleben durfte: Jedes Kind, jedes Paar, jede Familie hat ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Weg. Vertrauen, Geduld und der Mut, sich helfen zu lassen, können auch die stürmischsten (Still-)Zeiten mit der Zeit besänftigen – davon bin ich aus tiefstem Herzen überzeugt.
Warum ich tue, was ich tue
Diese gesammelten Erfahrungen nach meinen ersten beiden Kindern haben mich nicht losgelassen. So habe ich die umfangreiche Ausbildung am Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen begonnen, meine eigenen Stillgeschichten aufgearbeitet und fachlich fundiertes Wissen erworben, um anderen Familien helfen zu können.
Mich schnell selbständig zu machen war ursprünglich nicht mein Plan – eines der guten Dinge in meinem Leben, die „einfach so passiert sind".
Seit 2018 unterstütze ich mit ganzem Herzen freiberuflich Familien zu den Themen Stillen, Füttern und Beikost. Ich biete Kurse für Eltern, Schulungen für Fachpersonal und begleite Zungenbandtrennungen.
Qualifikationen & Haltung
2021 wurde ich als Stillspezialistin zertifiziert (Rezertifizierung 2026 durch AAK Stillen und Laktation) und habe zudem die Fortbildungen zur Fachkraft für formulaernährte Säuglinge absolviert – denn auch all jene, die nicht oder nicht ausschließlich stillen, verdienen kompetente und vorurteilsfreie Begleitung.
Schon in meiner Facharbeit „Hauptsache, es wird gestillt!?" habe ich erkannt: Jede Familie braucht Unterstützung entsprechend ihren Bedürfnissen – nicht meinen.
Durch regelmäßige Fortbildungen und den Austausch mit Stillberaterinnen, Hebammen, Logopädinnen und Osteopathinnen sorge ich dafür, dass mein Wissen aktuell bleibt und meine Arbeitsweise stetig reflektiert wird.
Jede Familie braucht Unterstützung entsprechend ihren Bedürfnissen – nicht meinen.
Was mir wirklich wichtig ist
Ich möchte euch dabei unterstützen, euren eigenen Weg zu finden – und euch helfen, damit zufrieden sein zu können. Mir ist ehrlich wichtig, was euch wichtig ist.
Ich wünsche mir von Herzen eine Gesellschaft, in der Eltern und Bezugspersonen ihren Wert, ihre Wichtigkeit und ihre Fähigkeiten für ihre Kinder erkennen und mutig einsetzen – für gesunde Bindungen und starke Familien. Dazu werde ich bestmöglich meinen Teil beitragen.